Landschaftsbildbewertung - Eingriffs- und Ausgleichsplanung
Erstellung von Eingriffs- und Ausgleichsplanungen (Teilplan Landschaftsbild) für Windenergieanlagen und andere Bauvorhaben nach dem neuen Märkischen Modell
Rechtlicher Rahmen und Verpflichtungen
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. September 2024 hat einen wichtigen Wandel in der Genehmigungspraxis für Windenergieanlagen eingeleitet: Das Gericht hat klargestellt, dass die Wirkungen von Anlage und Maßnahme qualitativ und quantitativ zu beurteilen sind, was bislang von den Genehmigungsbehörden nicht abgefordert wurde. Eine Kompensation von erheblichen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes ist damit nicht nur durch gleichartig wirkende Maßnahmen möglich, sondern auch andere landschaftsbildwirksame Maßnahmen können grundsätzlich für eine gleichwertige Kompensation geeignet sein. Das Land Brandenburg hat hierzu eine Methodik („Märkisches Modell“) entwickelt, mit der die Wirkungen von Windenergieanlagen und Kompensationsmaßnahmen auf das Landschaftsbild bewertet und verrechnet werden können. Für alle laufenden Genehmigungsverfahren ist es nun auf dieser Grundlage verpflichtend, eine neue Eingriffsbewertung für das Landschaftsbild in die Antragsunterlagen aufzunehmen – einschließlich Sichtbarkeitsanalysen und Gutachten.
Praktische Umsetzung und typische Maßnahmen
In der Praxis beginnt die Kompensationsplanung mit einer fundierten Analyse der visuellen Auswirkungen. Wir nutzen beispielsweise GIS-gestützte 3D-Sichtbarkeitsanalysen, um präzise zu bestimmen, wo und wie stark eine Windenergieanlage das Landschaftsbild beeinflusst. Erst wenn klar ist, welche Bereiche wie stark betroffen sind, lässt sich festlegen, wo und in welcher Form Ausgleich geschaffen werden muss. Als Kompensationsmaßnahmen kommen vielfältige landschaftsgestaltende Schritte in Betracht – etwa neue Hecken- und Baumpflanzungen oder die Aufwertung von Grünflächen. Entscheidend ist die positive Gesamtwirkung: Die Maßnahme muss im selben Naturraum eine gleichwertige Aufwertung des Landschaftsbildes bewirken, eine gleichartige Kompensation des Eingriffs ist dagegen nicht zwingend erforderlich – allerdings muss die Maßnahme nach derselben Methodik wie die Anlage bewertet werden. Unser Ansatz quantifiziert deshalb gemäß dem Märkischen Modell den Effekt jeder Maßnahme und vergleicht ihn mit dem ermittelten Kompensationsbedarf, sodass transparent wird, welcher Anteil des Eingriffs dadurch ausgeglichen werden kann.
Ganzheitliche Planungsleistungen für Wind-, PV- und Speicherprojekte
Wir und unsere Partner bieten einen ganzheitlichen Service für die Kompensationsplanung an. Unsere erfahrenen Experten arbeiten mit aktuellen Bewertungsmethoden und eigenen GIS-Tools, die fachlich fundiert und rechtlich belastbar sind. Wir begleiten Sie von der ersten Landschaftsbildanalyse über die Abstimmung mit Fachbehörden bis zum fertigen und bewerteten Eingriffs- und Ausgleichsplan für den Teilplan Landschaftsbild. Sie erhalten eine umfassende Dokumentation mit ca. 20 Seiten, inklusive kartographischer Darstellungen, verständlicher Berichte und einer klaren gutachterlichen Auswertung aller Ergebnisse. So stellen wir sicher, dass Ihr Projekt im Bereich der Windenergie alle naturschutzrechtlichen Auflagen erfüllt und zügig genehmigt werden kann. Durch die frühzeitige Integration der Kompensationsplanung helfen wir, Risiken im Genehmigungsverfahren zu minimieren und einen positiven Beitrag zur Landschaftsgestaltung zu leisten.
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